Fällt im Winter die Heizung aus, kühlen Räume je nach Dämmung des Gebäudes unterschiedlich schnell aus. Wer die richtigen Maßnahmen ergreift, kann die Wärme deutlich länger erhalten.
Strategie 1: Das Eine-Zimmer-Prinzip
Die wichtigste Maßnahme: Alle Familienmitglieder in einem einzigen kleinen Zimmer zusammenziehen. Mehrere Menschen in einem Raum wärmen ihn spürbar mit. Türen schließen, Decken vor Türritzen hängen.
- Inneres Zimmer ohne Außenwände wählen
- Zimmer mit wenig Fensterfläche bevorzugen
- Kellerräume meiden (feucht und kalt)
Strategie 2: Fenster und Türen isolieren
Über Fenster geht viel Wärme verloren. Diese Haushaltsmittel helfen:
- Decken und Vorhänge vor alle Fenster hängen
- Zeitungen als Polster in Fensterrahmen-Ritzen stopfen
- Alufolie hinter Heizkörpern als Wärmereflexion (schon vorher montieren!)
- Teppiche auf den Boden: Sie halten Fußkälte ab
- Türspaltdichter: Handtuch an die Türunterkante legen
Strategie 3: Kleidung als Heizsystem
Mehrere dünne Schichten wärmen besser als eine dicke. Die Zwiebel-Methode:
- Funktionsunterwäsche direkt auf der Haut (Wolle oder Merino ideal)
- Fleece-Pullover oder Thermojacke
- Winddichte Außenlage
- Mütze, Schal und warme Socken: Unbedeckte Körperstellen geben Wärme ab
- Schlafsäcke: Auch drinnen nutzen, am besten ein warmer Winterschlafsack
Wann wird es zu kalt?
Eine feste Grenze lässt sich nicht nennen. Säuglinge, Kleinkinder, ältere und kranke Menschen kühlen schneller aus. Wird die Wohnung trotz aller Maßnahmen dauerhaft sehr kalt, suchen Sie rechtzeitig eine warme Unterkunft bei Verwandten, Nachbarn oder Notfall-Anlaufstellen Ihrer Gemeinde, sofern eingerichtet. Achten Sie auf Warnzeichen wie starkes Zittern, Verwirrtheit oder Teilnahmslosigkeit und rufen Sie im Zweifel die 112.
Fazit
Das Ein-Zimmer-Prinzip, Zwiebel-Kleidung und abgedichtete Fenster helfen, die Wärme im Winter länger zu halten. Offene Flammen sind keine Lösung: Feuerwehren raten vom Teelichtofen ab, mehr dazu im Beitrag Warum wir vom Teelichtofen abraten.