Kerzen verbraucht, Teelichter leer, der nächste Laden nicht erreichbar – und es wird dunkel. Eine improvisierte Öllampe aus Haushaltsmaterialien brennt zuverlässig 6–12 Stunden und ist einfacher herzustellen als gedacht.
Die einfachste Variante: Die Speiseöl-Lampe
Materialien
- Ein Glas (Marmeladenglas, Teelichtglas, Tasse)
- Speiseöl (Oliven-, Raps- oder Sonnenblumenöl)
- Docht: Wattestäbchen, Küchenrolle (gerollt), Baumwollschnur, Schnürsenkel oder Docht aus alten Kerzen
- Alufolie oder Büroklammer als Docht-Halter
Anleitung
- Glas zu 2/3 mit Speiseöl füllen
- Aus Alufolie einen kleinen Ring/Halter basteln, der über dem Glasrand liegt
- Docht durch das Loch im Aluring stecken, so dass er ca. 5 mm aus dem Öl ragt
- Docht mit Öl tränken (einige Minuten ziehen lassen)
- Anzünden – fertig!
Variante 2: Die Wachsreste-Kerze
Alte Kerzenreste und Wachsstummel im Wasserbad schmelzen, in ein neues Glas gießen, Docht einsetzen (mit Stricknadel oder Bleistift oben halten bis das Wachs erstarrt). Ergibt eine vollwertige Kerze aus Resten.
Wie lange brennt eine Öllampe?
Ein Esslöffel Olivenöl brennt ca. 1 Stunde. Ein 200-ml-Glas Öl reicht also für ca. 12–15 Stunden Licht. Die Flamme ist kleiner als bei einer Kerze, aber stabil und windresistent.
Welches Öl funktioniert?
- ✅ Olivenöl: Beste Wahl, brennt rußarm und ruhig
- ✅ Rapsöl: Günstige Alternative, funktioniert gut
- ✅ Sonnenblumenöl: Funktioniert, etwas mehr Rauch
- ❌ Motoröl, Heizöl: Niemals – giftige Dämpfe!
Fazit
Eine Öllampe aus dem Küchenschrank ist in 5 Minuten gebaut und brennt stundenlang. Die Zutaten – Öl, Glas, Wattestäbchen – sind in jedem Haushalt vorhanden. Kombiniert mit den Spiegel-Tricks und dem Teelichtofen haben Sie Licht und Wärme für die Nacht.