Die kriminalpolizeiliche Beratung der Polizei berät kostenlos zum Einbruchschutz. Die folgenden zehn Maßnahmen sind angelehnt an Hinweise, wie sie die polizeilichen Beratungsstellen geben. Für Ihre Wohnung im Einzelfall lassen Sie sich dort beraten.
Sofortmaßnahmen, ohne Handwerker
1. Türen nie unverriegelt lassen
Der häufigste Fehler: Tür zuziehen statt abschließen. Einbrecher öffnen unverriegelte Türen in Sekunden. Gewohnheit entwickeln: Beim Verlassen immer zweimal abschließen.
2. Fenster schließen, nicht nur kippen
Gekippte Fenster sind für Einbrecher kaum ein Hindernis. Ein gekipptes Fenster = offenes Fenster aus Sicht des Einbrechers. Auch im Erdgeschoss und Hochparterre nie gekippt lassen wenn Sie weg sind.
3. Keine Schlüssel verstecken
Unter der Fußmatte, im Blumentopf, über dem Türrahmen: Einbrecher kennen alle Verstecke. Geben Sie einen Reserveschlüssel stattdessen an eine Vertrauensperson.
4. Abwesenheit nicht ankündigen
Kein Urlaubspost auf Social Media, kein Anrufbeantworter mit „bin zwei Wochen weg". Bitten Sie Nachbarn, Briefkasten zu leeren und Rollläden zu variieren.
5. Beleuchtung nutzen
Bewegungsmelder-Lichter außen schrecken ab. Innen: Zeitschaltuhren für Lampen und TV simulieren Anwesenheit. Smarte Lampen mit zufälligem Muster sind noch effektiver.
Technische Maßnahmen, mit kleinem Budget
6. Einbruchhemmende Türzylinder
Ein geprüfter Schließzylinder mit Bohrschutz und Ziehschutz erschwert viele Angriffe. Welche Ausführung zu Ihrer Tür passt, klärt eine Fachberatung.
7. Querriegelschloss oder Tür-Sicherungsstange
Ein nachrüstbarer Querriegel macht Türen deutlich stabiler gegen Aufbrechen. Mieter sprechen den Einbau vorher mit dem Vermieter ab.
8. Fensterschlösser und -sicherungen
Abschließbare Fenstergriffe und Pilzkopfzapfen machen Fenster deutlich sicherer. Für Fenster und Türen empfiehlt sich mindestens Widerstandsklasse RC 2 nach DIN EN 1627. Beratung bieten die polizeilichen Beratungsstellen: polizei-beratung.de.
9. Alarmanlage mit Aufschaltung
Alarmanlagen, die auf einen Wachdienst aufgeschaltet sind, sind besonders sinnvoll, weil im Alarmfall jemand reagiert. Einfache Alarmanlagen ohne Aufschaltung können abschrecken, helfen aber wenig, wenn niemand reagiert.
10. Polizeiliche Beratung nutzen
Die Initiative K-Einbruch der Polizei informiert zum Einbruchschutz. Die polizeilichen Beratungsstellen (polizei-beratung.de) beraten kostenlos, vielerorts auch vor Ort in Ihrer Wohnung.
Fazit
Einbruchschutz beginnt mit Verhalten, nicht mit teurer Technik. Die ersten fünf Punkte kosten nichts, und sind bereits sehr wirksam. Notieren Sie Ihre Versicherungsdaten für den Schadensfall in Ihrem Versicherungsblatt.