Das BBK und Feuerwehren bundesweit empfehlen einen vorbereiteten Notfallrucksack für 72 Stunden – für den Fall, dass Sie Ihr Zuhause kurzfristig verlassen müssen. Welche Inhalte sind wirklich wichtig, und wie packt man ihn richtig?
Grundprinzip: Prioritäten kennen
Ein Notfallrucksack ist kein Überlebenskit für den Dschungel – er ist für städtische Evakuierungsszenarien gedacht: Brand, Hochwasser, Chemieunfall, Gasaustritt. Ziel: 72 Stunden selbstversorgend außerhalb des Hauses überbrücken.
Vollständige Packliste nach BBK
Dokumente & Geld
- Personalausweis / Reisepass (Originale!)
- Wichtige Dokumente (Impfpass, Zeugnisse, Notfallordner-Auszug)
- Bargeld (ca. 100–200 € in kleinen Scheinen) + EC-Karte
- Haus- und Autoschlüssel (Duplikat)
Kommunikation & Information
- Handy + vollgeladene Powerbank (20.000 mAh+)
- Ladekabel
- Kleines Batterieradio oder Kurbelradio
- Wichtige Telefonnummern ausgedruckt (falls Handy ausfällt)
Licht & Energie
- Taschenlampe + Ersatzbatterien
- Stirnlampe (Hände bleiben frei)
- Feuerzeug + wasserdichte Streichhölzer
Wasser & Ernährung
- 1–2 Liter Wasser (als Sofortversorgung)
- Energieriegel, Nüsse, Trockenobst, Knäckebrot
- Campinggeschirr (leicht, faltbar)
- Wasserreinigungstabletten
Kleidung & Schutz
- Kleidung für 2–3 Tage (Schichten, wasserdichte Jacke)
- Festes Schuhwerk
- Schlafsack oder Wärmefolie
- Regenschutz
Gesundheit
- Erste-Hilfe-Set
- Persönliche Medikamente für 3 Tage (besonders wichtig!)
- Hygieneartikel (Zahnbürste, Seife, Desinfektionsmittel)
- Feuchttücher
- Schutzmaske (FFP2)
Für Familien mit Kindern
- Windeln, Feuchttücher, Babynahrung (für Kleinkinder)
- Lieblingsspielzeug oder Kuscheltier (emotional wichtig für Kinder)
- Kindersicherheitsdecke
- Snacks, die Kinder kennen und mögen
Fazit
Ein Notfallrucksack gibt Ihnen Handlungsfähigkeit, wenn Sie Ihr Zuhause in Eile verlassen müssen. Einmal gepackt, steht er jahrelang bereit. Ergänzen Sie ihn mit dem SOS-Blatt aus Ihrem Notfallordner.