Ein Notfallordner, den nur Sie kennen, hilft Ihrer Familie im Notfall wenig. Mindestens eine weitere Vertrauensperson sollte wissen, wo der Ordner ist und wie man ihn öffnet – oder eine eigene digitale Kopie haben. Aber wie teilt man so sensible Daten sicher?
Was Sie niemals tun sollten
- Scans von Ausweisen oder Kontoauszügen unverschlüsselt per E-Mail versenden
- Passwörter und PINs in normale Cloud-Ordner ablegen
- Notfalldaten per WhatsApp schicken (Backups landen oft in der Cloud)
Sichere Wege zum Teilen
Option 1: Physische Kopie
Die einfachste und sicherste Methode: Drucken Sie eine Kopie des Ordners aus und übergeben Sie diese persönlich an eine Vertrauensperson. Kein Datenschutzrisiko, keine Technik. Nachteil: schwer aktuell zu halten.
Option 2: Verschlüsselte ZIP-Datei per E-Mail
Erstellen Sie ein passwortgeschütztes ZIP-Archiv mit allen relevanten Dokumenten. Das Passwort geben Sie telefonisch oder persönlich weiter – niemals in derselben E-Mail. Kostenlos und für jeden nutzbar.
Option 3: Ende-zu-Ende-verschlüsselter Cloud-Ordner
Dienste wie Tresorit oder ProtonDrive verschlüsseln Dateien Ende-zu-Ende und erlauben das Teilen mit bestimmten Personen. Nur Sie und die eingeladene Person können die Dokumente lesen. Praktisch für gemeinsamen Echtzeit-Zugriff.
Option 4: Gesicherter USB-Stick
Ein verschlüsselter USB-Stick (z.B. mit BitLocker oder VeraCrypt) kann bei einer Vertrauensperson oder im Bankschließfach hinterlegt werden. Vorteil: Kein Internet nötig, sehr sicher.
Kurz-FAQ
Fazit
Ein geteilter Notfallordner ist kein Sicherheitsrisiko – er ist ein Sicherheitsnetz. Wählen Sie die Methode, die zu Ihrer Familie passt, und besprechen Sie mit Ihrer Vertrauensperson, wo und wie sie im Notfall an die Daten kommt.