Wer bei einem Blackout kein warmes Essen kochen kann, verliert schnell Energie, Moral – und bei Kindern die Ruhe. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BBK) hat sogar ein eigenes Kochbuch für Notfälle veröffentlicht. Hier sind die 5 besten Methoden im Vergleich.
Methode 1: Campingkocher mit Gas
Empfehlung: Für die meisten Familien die beste Wahl.
Ein Campingkocher mit Gaskartusche ist günstig (ab 20 €), sicher und liefert zuverlässig Wärme für alle Töpfe. Eine 450-g-Kartusche reicht für ca. 3–4 Stunden kochen.
- ✅ Schnell, einfach, bewährt
- ✅ Auch drinnen nutzbar (mit Lüftung!)
- ⚠️ Kartuschen auf Vorrat halten
Methode 2: Haybox-Kocher (Wärmekocher)
Geheimtipp für Energiesparer: Den Topf kurz aufkochen, dann in eine Isolierbox (Rucksack mit Wolldecken, Kühlbox) stellen. Das Garen läuft ohne weitere Energie durch die gespeicherte Wärme weiter. Reis, Suppe, Eintopf: fertig nach 20–60 Minuten.
- ✅ Kein Brennstoff während des Garens
- ✅ Ideal für Eintöpfe, Suppen, Reis
- ⚠️ Fleisch muss vorher vollständig durchgegart werden
Methode 3: Grill oder Feuerstelle
Ein Holzkohlegrill oder Gasgrill funktioniert auch im Winter. Wichtig: Niemals in Innenräumen! Kohlenmonoxid ist tödlich. Im Garten oder auf dem Balkon mit guter Ventilation ist der Grill eine robuste Notküche.
Methode 4: Solarkocher
Bei Sonnenschein eine erstaunlich effektive Methode: Ein Solarkocher aus Alufolie und Karton erreicht 100–150 °C. Günstige Modelle gibt es ab 30 €. Im deutschen Winter aber nur bedingt zuverlässig.
Methode 5: Teelichtherd
Für sehr kleine Mahlzeiten: 5–8 Teelichter unter einem kleinen Topf. Für Babynahrung wärmen, Suppe erwärmen oder Wasser kochen (dauert ca. 20 Minuten für 0,5 Liter) – reicht im Notfall.
Fazit
Der Campingkocher mit Gaskartusche ist die zuverlässigste Methode für Familien. Der Haybox-Kocher ist die energiesparendste. Beides zusammen ergibt die perfekte Notküche. Ergänzen Sie Ihren Stromausfall-Plan um eine Kochstrategie – und lesen Sie auch, wie lange Ihr Kühlschrank ohne Strom hält.