Ein Blackout (ein länger andauernder, überregionaler Stromausfall) ist selten, aber möglich. Auch das BBK rät dazu, sich darauf vorzubereiten. Für Familien mit Kindern bedeutet das besondere Anforderungen: Wärme, Essen, Beleuchtung und emotionale Sicherheit für alle.
Warum Familien besonders vorbereitet sein müssen
Mit Kindern im Haus stellt ein Stromausfall größere Anforderungen: Säuglinge brauchen warme Milch und warme Räume. Kleine Kinder werden schneller ängstlich. Medikamente müssen gekühlt bleiben. Schule und Kita fallen aus. Dieser 7-Punkte-Plan hilft Ihrer Familie, auch mehrere Tage ohne Strom sicher zu überbrücken.
Punkt 1: Licht sicherstellen
- Taschenlampe pro Person: nicht eine für alle
- Stirnlampen für Kinder (Hände bleiben frei)
- Kerzen + sichere Halter (niemals unbeaufsichtigt mit Kindern)
- Powerbank für Handylampe (kurzfristig)
Punkt 2: Wärme sichern
- Schlafsäcke für alle Familienmitglieder
- Wolldecken, besonders für Kleinkinder
- Alle Personen in einem Raum zusammen: wärmer als einzelne Räume
- Gasheizungen mit Handsteuerung (ohne Strom) prüfen
Punkt 3: Kochen ohne Strom
- Lebensmittel, die ohne Kochen essbar sind
- Campingkocher mit Gaskartuschen nur nach Herstellerangabe verwenden: Viele Modelle sind nur für draußen zugelassen
- Grill, Campingkocher und Gaskocher nie in geschlossenen Räumen betreiben und nie zum Heizen nutzen. Es droht eine Vergiftung mit Kohlenmonoxid. Ein Kohlenmonoxid-Melder ist sinnvoll.
- Warme Mahlzeiten heben die Stimmung, besonders bei Kindern
Punkt 4: Wasser
- 2 Liter pro Person und Tag (mehr bei Säuglingen, Kranken)
- Für 72 Stunden: 4-köpfige Familie braucht 24 Liter Minimum
- Badewanne und alle Behälter füllen, sobald Stromausfall klar ist
Punkt 5: Information behalten
- Kurbelradio oder Batterieradio: für offizielle Meldungen
- NINA-App vor dem Ausfall installieren und konfigurieren
- Handy in den Energiesparmodus schalten. Im Flugmodus kommen keine Warnungen an (weder Cell Broadcast noch NINA), deshalb Flugmodus höchstens kurz nutzen und regelmäßig ausschalten
Punkt 6: Kinder vorbereiten und begleiten
- Spielen Sie Blackout-Szenario als „Camping zu Hause", Abenteuer statt Angst
- Brettspiele, Kartenspiele, Bücher bereithalten
- Klare Aufgaben für ältere Kinder: „Du bist für die Taschenlampe zuständig"
- Routine beibehalten (Essenszeiten, Schlafzeiten)
Punkt 7: Nachbarn einbinden
- Gemeinsam ist ein Blackout leichter zu bewältigen
- Ältere oder kranke Nachbarn aktiv ansprechen
- Ressourcen teilen: Wer hat Campingkocher? Wer hat Wasser?
- Gegenseitige Benachrichtigung wenn Strom wiederkommt
Fazit
Blackout-Vorbereitung für Familien ist eine Investition von einem Nachmittag, und gibt Ihnen jahrelange Sicherheit. Ergänzen Sie Ihren Krisenvorrat mit Licht, Wärme und dem Campingkocher. Und sprechen Sie den Plan mit Ihren Kindern durch.